bookmark_borderLinkschleuder: Alternative und öffentliche Soziale Netzwerke, Bestandserhaltung

Nochmal zum Vertrauen in die Cloud: „Atlassian und Hetzner zeigen, wie es nicht geht“ (Oliver Nickel, Golem)

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Zu alternativen Sozialen Netzwerken, insbesondere Mastodon:

  • Video zum Einstieg in Mastodon (etwa ab der Hälfte) (Jan-Keno Janssen, YouTube)
  • Warum Facebook- und Twitter-Alternativen anstrengend sind, aber dennoch gut tun (Eva Wolfangel, heise)

Und zu öffentlich-rechtlichen Netzwerkalternativen:

  • Ein öffentlich-rechtlicher RSS-Reader (Dirk von Gehlen)
  • Öffentlich-Rechtliche Netzwerkeffekte (Leonhard Dobusch, Dokublog)

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Der Streit darüber, was ob und wieweit kleinste Musikschnipsel urheberrechtlich geschützt sein können, geht wohl in die nächste Runde. Im Moment sieht’s so aus, als könnte die sog. Pastiche-Regelung endlich was bewirken, inwieweit es dabei bleibt, wird sich aber zeigen (Georg Fischer, iRights.info)

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Dr. Johanna Leissner hat auf dem Westfälischen Archivtag einen Vortrag gehalten über die Auswirkungen der Klimakatastrophe auf die Erhaltung kulturellen Erbes (Youtube). Ein Thema, das in den nächsten Jahren sicher noch wichtiger werden wird.

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Nur kurz erwähnen möchte ich:

  • Bestandserhaltungsboxen für die archivische Praxis und dazu gehörige Handreichung (mit PDF-Download, Augias)
  • Klimaziele allein durch Umstieg auf E-Autos nicht erreichbar (Andreas Donath, Golem)
  • Historisches Erbe und zeitgemäße Informationsinfrastrukturen: Bibliotheken am Anfang des 21. Jahrhunderts: Festschrift für Axel Halle (doi:10.17170/kobra-202010131934)

bookmark_borderLinkschleuder: Archivlinks, Cloud, Verkehrspolitik

Ich und meine Ankündigungen, mehr zu Bloggen *augenroll*. Mal gucken, ob sich eine Linkschleuder alle paar Wochen durchsetzt.

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Tipps zum dauerhaften Verlinken von Online-Ressourcen abseits von DOI etc. (Twitter, gesammelt bei Netbib). Ich benutze statt der vorgestellten Browser-Plugins Archiveror, das Seiten automatisch zu mehreren Archivdiensten gleichzeitig speichern kann

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Mal wieder hat ein Verwaltungsgericht sich daran gemacht, verfehlte Politik zu korrigieren, diesmal hat’s Bremen und auf Fußwegen aufgesetztes Parken erwischt (heise). Die Stadt Bremen geht wegen der grundsätzlichen Bedeutung in Berufung, ich hoffe aber mal, dass das übersteht. Andreas Wilkens kommentiert bei heise zutreffend:

Wenn der Bremer Senat gegen dieses Urteil Berufung einlegt, und das hat er, dann will er illegales Verhalten weiterhin tolerieren. Das ist für einen Innensenator, der für die Sicherheit der Gesellschaft zuständig ist, sehr bemerkenswert. Politiker in Innenressorts sind sonst meist harte Hunde, hier aber stellt einer das Wohl der Autofahrer über die Sicherheit der Gehwegnutzer, die beispielsweise an Engstellen auf die Fahrbahn ausweichen müssen.

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Das LG München hat ein etwas gewöhnungsbedürftiges Urteil zum Urheberrecht erlassen – Researchgate darf Artikel (einiger Verlage) nicht mehr zugänglich machen, die klagenden „Verlage hätten zudem hinreichend belegt, Inhaber der Rechte zu sein, um die Unterlassungsansprüche geltend zu machen“, während „laut Gericht (…) die Inhaberrechte hoch umstritten“ seien. (Forschung und Lehre)

Verlage tracken übrigens ihre Nutzer*innen nicht nur im Web, sondern auch anhand heruntergeladener Dateien, aber das nur am Rande. (Archivalia)

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Dass Cloud-Dienste für bestimmte Anwendungszwecke Vorteile haben, ist bekannt, dass sie auf der anderen Seite aber nicht unkritisch sind, ist auch nichts neues. So gab es jetzt etwa bei Atlassian Probleme beim weit verbreiteten Ticketsystem Jira und dem Wikisystem Confluence, der – bei einigen Nutzern – einige Wochen angehalten hat. (heise)

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Wo ich grade dabei bin, DRM ist nicht hilfreich. DYMO versieht jetzt Papierrollen für seine Etikettendrucker mit DRM-Chips, was nicht nur unnötigen Elektroschrott produziert (Golem), sondern auch neue Probleme. So musste etwa Canon vor einiger Zeit einen Workaround für seine eigenen Toner-Kartuschen veröffentlichen, weil im Rahmen des Chipmangels auch die Chips für’s DRM gefehlt haben. (auch Golem)

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Verwaltungsdigitalisierung, herrje. Steter Quell des Mangels an Freude. Bayern verweigert sich dem Nutzungskonto der Bundesverwaltung und baut lieber was eigenes. Behörden, die das Bundeskonto einsetzen wollen, müssen sich das erst genehmigen lassen. (heise) Ja, zentrale Profile sind mit Hinblick auf den Datenschutz nicht optimal, aber wenn jetzt jedes Land anfängt, ein eigenes Süppchen zu kochen, wird das nix mehr mit sinnvoller Digitalisierung.

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Überhaupt wird im Moment eine Menge Murks erfunden. Unnötig viele Kryptowährungen, NFT-Schrott, der neueste heiße Scheiß ist „Web3“, daass nicht nur den NFT-Kram auf alles aufpropft und damit wohl den Energieverbrauch in ganz neue Höhen treiben dürfte, sondern auch endgültig die anonyme Nutzung verhindert. (Netzpolitik.org, Malte Engeler)

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Zum Abschluss noch ein Kommentar über deutsche Prominente, die gegen das Gendern wettern. (Joachim Huber, Tagesspiegel)

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Bei irigihts.info findet sich eine Zusammenstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen bei der Nutzung von Screenshots. Neben der Frage, von welchen Inhalten Screenshots angefertigt und genutzt werden dürfen wird auch eine unter Umständen weitergehende Nutzung über das Zitatrecht erläutert.

Passend dazu gibt es auf vice.com einen Artikel, der Geschichte und Bedeutung des Screenshots betrachtet.