bookmark_border#histoPOD: Commemorating the Holocaust

Die bpb hat einen Histo-Podcast gestartet, die ersten zwei Folgen beschäftigen sich mit dem Holocaust:

#histoPOD Folge 1: Commemorating the Holocaust – Israel. Gespräch zwischen der Journalisten Annika Brockschmidt mit Dr. Yael Granot-Bein, Direktor des Weiss-Livnat International MA Program in Holocaust Studies der Universität Haifa u.a. über die Frage, wie sich das Gedenken an den Holocaust in Israel im Laufe der Zeit verändert hat. (Englisch, ca. 30 Minuten)

#histoPOD Folge 2: Commemorating the Holocaust – Japan. Gespräch zwischen Annika Brockschmidt und Fumiko Ishioka, Direktorin des Tokyo Holocaust Education Resource Center., u.a. über die Frage, warum die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg vielschichtig ist und warum es in Japan keine einheitliche Erzählung dazu gibt. (Englisch ca. 30 Minuten)

Ich habe beide Folgen noch nicht gehört, klingt aber interessent. Nur einen Feed habe ich nicht gefunden, was das ganze zur Ansammlung von Audio-Dateien macht.

bookmark_borderKein Schlussstrich!

Ergänzend zu gestern ein Kommentar von Frank Bräutigam zum Urteil gegen einen SS-Wachtmann im KZ Stutthof in der letzten Woche:

Zwei Jahre auf Bewährung. Er muss im hohen Alter nicht mehr ins Gefängnis. Aber die Opfer des Holocaust und ihre Hinterbliebenen haben einen Anspruch darauf, dass die Justiz heute keinen Schlussstrich zieht und ermittelt, solange es geht. Für diese Ermittlungen ist die Zentrale Stelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen in Ludwigsburg ein sehr wichtiger Akteur. Mord und Beihilfe zum Mord verjähren nicht.

Frank Bräutigam: Kein Schlussstrich! tagesschau.de vom 23.07.2020

bookmark_borderWhy still remember?

Schon älter, aber immernoch aktuell:

gnaddrig erklärt, warum „irgendwann muss mal Schluss sein, wir tragen keine Schuld!“ in Bezug auf den Holocaust Unsinn ist und Gedenken und Aufarbeitung weiterhin wichtige Themen sind:

Es ist nicht Schluss, und es wird in absehbarer Zeit auch nicht Schluss sein mit den alten Geschichten. Und wann Schluss ist, haben nicht wir zu entscheiden. Wir können kein Ende verlangen, höchstens auf Vergebung hoffen, wobei Vergeben nicht gleich Vergessen ist.

gnaddrig: „Irgendwann muss doch mal Schluss sein!“ (21.04.2013)