KZ-Gedenkstätte als Viehweide

Von den Häftlingen wurde schwerste körperliche Arbeit gefordert, während sie unter unmenschlichen Bedingungen in einem Pferdestall untergebracht waren. Zwischen 1941 und 1943 kam es zudem zu mehreren Morden an den Zwangsarbeitenden. ->

Ein bemerkenswertes Beispiel fragwürdigen Umgangs mit einer KZ-Gedenkstätte liefert die Stadt Radolfzell am Bodensee. Hier gibt es eine Gedenkstätte für ein Außenlager des KZ Dachau. Die Verwaltung lässt Teile der Fläche als Viehweide nutzen, angeblich damit das Gelände nicht verwildert.

Bemerkenswert ist diese Begründung vor allem unter Berücksichtigung eines noch immer vorhandenen NS-Ehrenmals (wenn auch ohne den ursprünglichen Schriftzug) und Gedenktafeln, die ohne Differenzierung „der Opfer der Gewaltherrschaft und der Toten aller Kriege“ gedenken.

(Frag den Staat)

fabian

FaMI der Fachrichtung Archiv im Niedersächsischen Landesarchiv, Abteilung Aurich. Vor allem Sammlungsbestände und Bibliothek. Computerjunkie und semiprofessioneller Kampfradler.

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