Forderungen des Niedersächsischen Heimatbundes zur Lage der (kommunalen) Archive im Land

Der Niedersächsische Heimatbund (NHB) hat in seinem „kritischen Jahresbericht“, der „Roten Mappe“ 2020 (PDF; S. 40-41) die Forderung einer Neubearbeitung des NArchG aufgestellt. Dabei solle die Bedeutung der Kommunalarchive deutlich herausgearbeitet werden und die Archive finanziell, institutionell und personell in die Lage versetzt werden, ihren Aufgaben gerecht zu werden. Eine vollständige Übertragung der Aufgaben der Kommunalarchive auf Vereine oder Privatpersonen solle ausdrücklich ausgeschlossen werden. Gleichzeitig müsse eine Professionalisierung angestrebt werden.

Aus den Fragen des NHB an die Landesregierung lässt sich u.a. eine Forderung nach Einrichtung einer Archivberatungsstelle herauslesen:

  1. Wie wird das Land die Standorte des Niedersächsischen Landesarchivs als Stätten historischer Forschung und Bildung und als Knotenpunkte für lokal- und regionalgeschichtliche Forschungen und Netzwerke verstetigen und nachhaltig stärken?
  2. Wie und wann wird das Land die wichtige und dringliche institutionelle, landesweit tätige Archivberatung für Kommunalarchive sowie Vereins- und Privatarchive aufbauen, zum Beispiel nach dem Vorbild der sehr effektiv arbeitenden Archivämter in Nordrhein-Westfalen?
  3. Wie und wann wird das Land die Archivberatung gerade auch im Hinblick auf die Digitalisierung sowie die langfristige Sicherung von digitalen Daten einrichten, die insbesondere kleine Archive vor große Herausforderungen stellt und von essentieller Bedeutung ist?

Die Antwort der Landesregierung findet sich in der „Weißen Mappe“ 2020 (PDF; S. 33-34)

fabian

FaMI der Fachrichtung Archiv im Niedersächsischen Landesarchiv, Abteilung Aurich. Vor allem Sammlungsbestände und Bibliothek. Computerjunkie und semiprofessioneller Kampfradler.

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